Noch bis zum 12. November bleibt Zeit – Zeit für die Verhandelnden auf der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow, den Herausforderungen der Klimakatastrophe deutlich entgegenzutreten. Die Unternehmen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AöL) und der Organic Processing and Trade Association e.V.  (OPTA) fordern die Teilnehmenden der Konferenz auf, sich den Zukunftsaufgaben zu stellen und entschieden für einen enkeltauglichen Planeten zu agieren.

Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Strategien aus dem letzten Jahrhundert taugen nicht für eine lebenswerte Zukunft. Dies müssen die Verhandelnden erkennen, nachhaltiges Wirtschaften zur Norm machen und alte Wirtschaftskonzepte über Bord werfen. Eine Weltökonomie, die Ressourcen verbraucht und auf unbegrenztes Wachstum ausgerichtet ist, muss konsequent ersetzt werden. Die Zeit ist reif für eine neue, an Suffizienz und Kreislauf orientierte Wirtschaft.

Wir als Wirtschaftsakteure sind bereits auf diesem Weg. Dennoch benötigen wir klare Rahmenbedingungen für die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft, die Unternehmergeist und Mut bestärkt. Wir als Unternehmende, die Verantwortung übernehmen und selbstverursachte umweltbezogene Kosten internalisieren, müssen die besten Preise bieten können. Die Verhandelnden der Klimakonferenz müssen dafür sorgen, dass Umweltleistungen, wie z.B. eine klimaneutrale Produktion und Dienstleistungen honoriert, Biodiversität geschützt und wirklich kreislauforientierte Konzepte durch rechtliche und ökonomische Leitplanken konsequent gefördert werden. Überhaupt muss sich die Marktwirtschaft der nachhaltigen Transformation des Wirtschaftssystems verschreiben.

 

Dr. Alexander Beck                                                                          Bavo van den Idsert


Geschäftsführender Vorstand AöL                                                Managing Director OPTA