Helle Friis Buhl betreibt zusammen mit ihrem Mann Per den Biohof Solhøjgård Økologi. Neben 160 Sauen haben sie massenweise Ferkel, die auf der Weide herumflitzen und zu einer gesunden Biodiversität beitragen.

 

Die ersten Schweine zogen vor etwa einem halben Jahr bei Solhøjgård Økologi ein. Helle Friis Buhl und ihr Mann Per hatten auch schon davor ihre eigenen Bioschweine; diese waren jedoch bei einem anderen lokalen Landwirt untergebracht. Im Takt mit dem Heranwachsen ihrer drei Kinder wollte das Paar jedoch selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb aufbauen, an dem auch die Kinder teilhaben konnten. Dieser sollte von überschaubarer Größe sein, und die Anzahl der Schweine wurde so gewählt, dass man es auch mit einem neugierigen Kleinkind im Schlepptau schafft, die Tiere zu füttern.

– Wir wollten gern etwas Eigenes haben, und uns war klar, dass wir Bioschweine halten wollten. Das erscheint uns richtig und sehr sinnvoll, und ich bekomme immer gute Laune, wenn ich auf die Weide gehe und sehe, wie die Schweine frei herumlaufen. Sie sind in ihrem Element, und ich habe keine Zweifel daran, dass es ihnen gut geht, erzählt sie.

Mit der Natur arbeiten

Selbstverständlich legt Helle großen Wert auf Tierwohl, doch die biologische Landwirtschaftsform, die ihrer Auffassung nach sowohl heute als auch zukünftig ihre Berechtigung hat, bietet noch weitere Vorteile.

– Als Biolandwirte arbeiten wir mit der Natur und sind immer bemüht, innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen alles so natürlich wie möglich zu halten. Hier und dort muss auch Platz für ein bisschen Unkraut sein, meint sie.

Rotwild zu Besuch

Wer Solhøjgård besucht, wird feststellen, dass sich zwischen den Feldern Wallhecken befinden. Hier wachsen allerhand wilde Pflanzen und Blumen, was wiederum Kleintieren und Insekten gute Lebensbedingungen bietet.

– Wir müssen die Natur schützen, und es besteht kein Grund, Spritzmittel einzusetzen, wenn es sich vermeiden lässt. Ich denke, dass wir mit der Biolandwirtschaft einen positiven Beitrag zum Schutz der Natur und der Tiere leisten – sowohl der Schweine als auch der Tiere, die um unseren Hof herum leben, meint sie.

Die Familie wird jeden Tag daran erinnert, wie wichtig Naturschutz ist, und mit wie viel Freude eine vielfältige Natur verbunden ist.

– Neulich haben wir fünf Rothirsche direkt neben der Schweineweide beobachtet, und die Insektenvielfalt auf unseren Feldern wäre überhaupt nicht möglich, wenn zwischen den Feldfrüchten nicht auch Unkraut und wilde Blumen wachsen würden.

„Dies ist für mich das einzig Richtige“